IL CRESTOMAT / COMIC

PROJEKT: E-COMIC        KUNDE: PRIVAT

Ein mit Augen übersäter Kuhmagen, der Hänge hinunterrollt um Liebespaare zu erschrecken wird zum Helden –zum Publikumsliebling. Denn der „Buttatsch cun îgls“ (romanisch für Kuhmagen mit Augen) ist hilfsbereit, witzig, tollpatschig und unglaublich liebenswert. Zumindest die neue, moderne „Version“ der mythischen Figur im romanischen E-Comic „il Crestomat“. Sein Vorgänger, das Original, ist in der rätoromanischen Chrestomathie des 19. Jahrhunderts zu finden. Eine von Caspar Decurtins zwischen 1896–1919 in 13 Bänden zusammengetragene Sammlung romanischer Mythen und Sagen, Lieder und Gedichte, Theaterstücke und Essays. Um den kuriosen Figuren dieser Sagen neues Leben einzuhauchen, haben sich die Journalisten Sabrina Bundi und Michel Decurtins zusammen mit dem Designer und Zeichner Mathias Durisch daran gemacht, ihre Geschichten neu, anders zu erzählen.

 

Das Resultat ist ein rätoromanischer E-Comic, kostenlos herunter zu laden oder zu lesen auf der Seite www.crestomat.ch. Zwei Bände sind bereits erschienen und ins Deutsche, Italienische und Englische übersetzt worden, das dritte ist unterwegs. Die drei Bündner wollen eine Folgegeschichte über mehrere Jahre schaffen. Und immer wieder werden die Figuren mit ihren Vorbildern in den Originalen verknüpft. Damit wollen sie auch die Lust wecken, in alten Kulturträgern zu blättern. Allem voran aber soll der Comic unterhalten und Vergnügen bereiten. Und manchmal auch etwas erschaudern– wie zum Beispiel beim Auftritt der „Metta da Fein“ (Kornmuhme), im Bündner Oberland berühmt berüchtigt dafür, den Kinder mit einer Sense die Füsse abzuhacken wenn sie unerlaubterweise auf den ungemähten Feldern herumtrampeln.